Dienstag, 31. März 2020

Coronatagebuch: Meine ersten zwei Wochen


Hallo, Margarete hat mich am 20. März eingeladen hier an diesem Blog mitzuschreiben. Das ist erst 11 Tage her, aber es fühlt sich so an, als seien seitdem etliche Wochen vergangen.

Ich bin Holger, Vater einer Konfirmandin aus dem Welzbachtal, die nun erst im nächsten Jahr ihre Konfirmation feiern wird. Durch den Konfirmandenunterricht ist ein punktueller Kontakt zu Margarete entstanden, der zu ihrer Einladung führte, über die ich mich sehr freue. Da ich knapp über 60 bin und in diesem Winter unter einer hohen Infektanfälligkeit leide, gehöre ich zur Risikogruppe und lebe momentan weitgehend in selbstgewählter Quarantäne.

Seit zwei Wochen versuche ich, den Tagen eine Art von Struktur zu geben, die den Ereignissen im Zusammenhang mit der Coronakrise einigermaßen gerecht wird. Ich halte grundsätzlich eine Tagesstruktur für wichtig - gerade auch in Krisenzeiten. Aber ich bin mit meinen bisherigen Versuchen ziemlich kläglich gescheitert. Meine persönlichen und familiären Umstände änderten sich permanent so rasant, dass mein Plan nahezu an jedem Tag zusammengebrochen ist.

(Vielleicht schreibe ich demnächst noch einmal detailliert auf, was ich selbst in den ersten beiden Wochen der Coronakrise erlebt und erfahren habe. Momentan ist mir das an dieser Stelle etwas zu persönlich.)

Nun, in der dritten Woche, mache ich keine detaillierten Pläne mehr, um meinen Tag zu strukturieren. Ich nehme mir lediglich drei grobe Punkte vor:

  1. Vormittags versuche ich möglichst dazu beizutragen, dass Menschen in diesen Krisenzeiten in Verbindung bleiben und/oder neue Möglichkeiten finden in Verbindung zu sein.
  2. Nachmittags kümmere ich mich möglichst darum, die anstehenden Routinearbeiten zu erledigen (Einkauf, Haushalt, Administratives ...).
  3. Abends bemühe ich mich so gut ich kann darum, runterzukommen und zu entspannen.

Ich bin Experte für vernetztes Arbeiten und Lernen. Auch und gerade digital. Hier in diesem Blog möchte ich deshalb schwerpunktmäßig über Möglichkeiten schreiben, trotz der momentanen Isolation in Verbindung zu sein und zusammen dieser Krise zu begegnen.

Über Fragen und Austausch freue ich mich sehr. Die erste Kontaktaufnahme ist über mein Kontaktformular möglich. 



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen