Dienstag, 31. März 2020

Bundesgesundheitsministerium bittet: Keine Aprilscherze zu Corona

Das Bundesgesundheitsministerium schrieb heute Nachmittag auf Twitter:

"In der derzeitigen Situation bitten wir Sie darum, am 01. April diesen Jahres auf erfundene Geschichten zu der Coronavirus-Thematik zu verzichten. So kann die Gefahr minimiert werden, dass der Kampf gegen das Virus durch Falschinformationen zum Thema erschwert wird."



Quelle: https://twitter.com/BMG_Bund/status/1244967410303676416

Ein Akt der Freundlichkeit


Früher als ich noch Schülerin bzw. Studentin war, bin ich gerne und viel gereist und habe mir von meinen Reisen für mich gute Verhaltensweisen, die die dortigen Bewohner an den Tag legten mit nach Hause genommen und sie zu meinen gemacht. Beispielsweise wie die Britten, die ihren Arm ausstrecken, wenn sie am Zebrastreifen die Strasse überqueren wollen. Das funktioniert hierzulande auch ganz prima. Oder die Art wie die Franzosen ihren Café au Lait aus der Schale trinken. Seither gibt es für mich nur einen solchen Kaffee und wenn ich dann noch ein Croissant habe, dass ich darin eintunken kann......ach einfach himmlisch der Genuss.

Ich schweife ab und berichte von meinen Marotten und sollte doch etwas darüber schreiben was die Covid-19 Krise mit mir macht und wie ich mit der Krise umgehe also weiter im Text:

Kürzlich habe ich ein Videopodcast geschaut bei dem ein aus Korea stammender Amerikaner einen der führenden Professoren in Seoul interviewen durfte,



um Fragen zu klären wie z.B. warum u.a. die Koreaner so gut die Krise meistern. Der Professor erklärte, dass Südkorea leidvoll bittere Lektionen aus früheren Epidemien (Vogelgrippe, Schweinegrippe, SARS-1 u MERS) lernen musste. Diese Erfahrungen aus dieser Zeit sind in der Bevölkerung immer noch sehr präsent und deshalb ist es für viele selbstverständlich z.B. Masken zu tragen, um vor allem den anderen also seinen nächsten zu schützen vor den Tröpfchen zu schützen. Wer mag kann sich das ganze Interview anschauen.

Interview mit koreanischem Professor zu Covid-19
Achtung es ist auf Koreanisch mit engl. Untertiteln!

Es ist ein Akt der Freundlichkeit und ein offensichtliches Zeichen, dass einem der Nächste wichtig ist.

Das brachte mich dann auf den Gedanken, wenn ich mir früher gute Verhaltensweisen von meinen Reisen mit nach Hause genommen habe, kann ich das jetzt doch auch. Ändere ich doch mein Verhalten und trage Mundmasken wie es die Koreaner tun.

Deshalb, um ein Zeichen zu setzen als Akt der Freundlichkeit und dabei mitzuhelfen, dass Masken tragen in der Öffentlichkeit auch schick sein kann bzw. normal sein kann, nähe ich nun welche. Schließlich wird es überall bereits diskutiert und die pros und cons dazu beschrieben und benannt.

Medizinische Masken sollten meiner Meinung da benutzt werden wo sie am nötigsten gebraucht werden, nämlich in Kliniken, bei den Hausärzten u in Pflegeheimen etc. das steht außer Frage-

ABER Mund-und Atemmasken tragen, um andere vor den eigenen Tröpfchen beim Atmen, niesen oder husten zu schützen, kann man tragen und vor allem selbst nähen. Zeit dafür haben viele von uns ja gerade im Überfluss. Es gibt inzwischen ganz viele Anleitungen im Netz.
Hier ein Beispiel
Mundschutz

Da mir diese Art zu medizinisch aussieht, habe ich mir ein anderes Schnittmuster ausgeguckt: CraSy Behelfs Mund-u Atemmaske. Die Anleitung ist kostenlos! Das finde ich sehr nett von der Designer sowas kostenfrei zu Verfügung zu stellen.

Vielleicht inspiriert es euch es mir gleich zu tun. Es würde mich freuen. Bleibt behütet und vor allem gesund eure bjmonitas

Coronatagebuch: Meine ersten zwei Wochen


Hallo, Margarete hat mich am 20. März eingeladen hier an diesem Blog mitzuschreiben. Das ist erst 11 Tage her, aber es fühlt sich so an, als seien seitdem etliche Wochen vergangen.

Ich bin Holger, Vater einer Konfirmandin aus dem Welzbachtal, die nun erst im nächsten Jahr ihre Konfirmation feiern wird. Durch den Konfirmandenunterricht ist ein punktueller Kontakt zu Margarete entstanden, der zu ihrer Einladung führte, über die ich mich sehr freue. Da ich knapp über 60 bin und in diesem Winter unter einer hohen Infektanfälligkeit leide, gehöre ich zur Risikogruppe und lebe momentan weitgehend in selbstgewählter Quarantäne.

Seit zwei Wochen versuche ich, den Tagen eine Art von Struktur zu geben, die den Ereignissen im Zusammenhang mit der Coronakrise einigermaßen gerecht wird. Ich halte grundsätzlich eine Tagesstruktur für wichtig - gerade auch in Krisenzeiten. Aber ich bin mit meinen bisherigen Versuchen ziemlich kläglich gescheitert. Meine persönlichen und familiären Umstände änderten sich permanent so rasant, dass mein Plan nahezu an jedem Tag zusammengebrochen ist.

(Vielleicht schreibe ich demnächst noch einmal detailliert auf, was ich selbst in den ersten beiden Wochen der Coronakrise erlebt und erfahren habe. Momentan ist mir das an dieser Stelle etwas zu persönlich.)

Nun, in der dritten Woche, mache ich keine detaillierten Pläne mehr, um meinen Tag zu strukturieren. Ich nehme mir lediglich drei grobe Punkte vor:

  1. Vormittags versuche ich möglichst dazu beizutragen, dass Menschen in diesen Krisenzeiten in Verbindung bleiben und/oder neue Möglichkeiten finden in Verbindung zu sein.
  2. Nachmittags kümmere ich mich möglichst darum, die anstehenden Routinearbeiten zu erledigen (Einkauf, Haushalt, Administratives ...).
  3. Abends bemühe ich mich so gut ich kann darum, runterzukommen und zu entspannen.

Ich bin Experte für vernetztes Arbeiten und Lernen. Auch und gerade digital. Hier in diesem Blog möchte ich deshalb schwerpunktmäßig über Möglichkeiten schreiben, trotz der momentanen Isolation in Verbindung zu sein und zusammen dieser Krise zu begegnen.

Über Fragen und Austausch freue ich mich sehr. Die erste Kontaktaufnahme ist über mein Kontaktformular möglich. 



Montag, 30. März 2020

Rezept

Jage die Ängste fort
und die Angst vor den Ängsten.
Für die paar Jahre
wird wohl alles noch reichen.
Das Brot im Kasten
und der Anzug im Schrank.

Sage nicht mein.
Es ist dir alles geliehen.
Lebe auf Zeit und sieh,
wie wenig du brauchst.
Richte dich ein.
Und halte den Koffer bereit.

Es ist wahr, was sie sagen:
Was kommen muss, kommt.
Geh dem Leid nicht entgegen.
Und ist es da,
sieh ihm still ins Gesicht.
Es ist vergänglich wie Glück.

Erwarte nichts.
Und hüte besorgt dein Geheimnis.
Auch der Bruder verrät,
geht es um dich oder ihn.
Dein eignen Schatten nimm
zum Weggefährten.

Feg deine Stube wohl.
Und tausche den Gruss mit dem Nachbarn.
Flicke heiter den Zaun
und auch die Glocke am Tor.
Die Wunde in dir halte wach
unter dem Dach im Einstweilen.

Zerreiss deine Pläne. Sei klug
und halte dich an Wunder.
Sie sind lang schon verzeichnet
im grossen Plan.
Jage die Ängste fort
und die Angst vor den Ängsten.

Mascha Kaléko 


Dieses Gedicht, ist es nicht wie gemacht für diese Zeit? Wir haben Angst und manchmal gesellt sich zu der Angst noch die Angst vor der Angst. Wir lernen aber auch spätestens jetzt die andere Seite kennen. Wir flicken unseren Zaun, wir gehen doch dann und wann raus, allein schon um einzukaufen und manchmal auch, um ein Zeichen zu setzen, so wie die singenden Menschen auf den Balkonen, wie Menschen in Appenheim, die einen Schatz verstecken, wie Pfarrer Lotz, der musiziert auf dem Dalles, wie ganz viele Andere, die mit wundervollen Ideen versuchen, gegenzuhalten. 

Gestern war ich nach einer gefühlten Ewigkeit mal wieder in Engelstadt und habe einige Briefe geschrieben und ausgefahren an Familien mit Kindern und einige Jugendliche. Nicht allen konnte ich schreiben. Es war ein erster Versuch. Wie so vieles gerade. Wie dieser Blog, wie die Youtube-Videos. Am meisten freue ich mich dann, wenn es die Leute berührt, wenn sie sich freuen. Gestern kamen ein paar Nachrichten, dass die Leute froh sind und nun basteln mit dem Bastelmaterial, dass es im Kindergottesdienst gegeben hätte und die Samen säen, die im Brief waren.

Mascha Kaléko war Jüdin im zweiten Weltkrieg. Ihr zu Ehren schicke ich ein Bild mit von der Synagoge von Dornum in Ostfriesland. 



nicht alles ist abgesagt!





Nicht alles ist abgesagt

S o n n e  ist nicht abgesagt

F r ü h l i n g ist nicht abgesagt

B e z i e h u n g e n sind nicht abgesagt

L i e b e  ist nicht abgesagt

L e s e n  ist nicht abgesagt

Z u w e n d u n g ist nicht abgesagt

M u s i k  ist nicht abgesagt

P h a n t a s i e ist nicht abgesagt

F r e u n d l i c h k e i t  ist nicht gesagt

G e s p r ä c h e  sind nicht abgesagt

A n e i n a n d e r d e n k e n ist nicht abgesagt

T e l e f o n i e r e n ist nicht abgesagt

H o f f n u n g  ist nicht abgesagt

Beten ist nicht abgesagt...



Liebe Grüße mit einem Text, der mir in diesen Tagen 'zugespielt' wurde, -

 Weitergeben ist auch nicht abgesagt!

Bleibt behütet und gesund! eure bjmonitas


Sonntag, 29. März 2020

Heute gab es doch tatsächlich mal etwas Abwechslung!
Meine Reitlehrerin hat eine Freundin und mich gebeten, heute für sie das Versorgen der Pferde zu übernehmen.
Also ging es dann heute Nachmittag, natürlich unter Beachtung des Sicherheitsabstandes, in den Stall.
Es tat wirklich gut, mal etwas Sinnvolles zu machen, das nichts mit am Schreibtisch sitzen und Schulaufgaben erledigen zu tun hat.

Bis morgen sollen wir unsere Latein-Lehrerin eine ausgefüllte Vokabel-HÜ zurückschicken. Sie hat uns gestern den Test per Mail geschickt und wir sollen ihn ihr nun morgen Abend bearbeitet zusenden. Ich wüsste ja wirklich gerne, was das für einen Sinn hat...

Freitag, 27. März 2020

Geburtstag feiern in dieser Zeit

Ja, ich bin eine von denen, die jetzt Geburtstag haben (ich bin jetzt 35). Das ist etwas eigenartig, aber in meinem speziellen Fall eigentlich tatsächlich gar nicht so übel. Ja, ich hätte gerne meine Eltern als Gäste hier gehabt. Aber Rolf hätte von morgens bis abends arbeiten müssen in all seinen Freitagsgruppen in seiner Gemeinde und Johannes wäre morgens in der Schule gewesen und ich selbst auch. So geht heute alles eher ruhig und entspannt. Ich wurde beschenkt, besungen und gefeiert. Es gab Kuchen mit Videokonferenz, denn auch meine Mutter hat heute Geburtstag und so haben wir gemeinsam Kaffee getrunken. Auch mit Marian und Chris, meinem Bruder und seiner Frau, die in Dachau bei München leben. Es gibt freundliche Anrufe und Glückwünsche auf allen Kanälen. Richtig schön ist das. Und obendrein scheint die Sonne wie verrückt und es ist richtig warm draußen. Kurz gesagt, der Krise zum Trotz ist heute wirklich ein Feiertag, ein herrlicher Tag und ich bin sehr dankbar!

Donnerstag, 26. März 2020

Was soll ich sagen...
Ein neuer Tag, neue Schulaufgaben und immer weniger Motivation!
Es fällt mir immer schwerer, früh aufzustehen und mich an den Schreibtisch zu setzen. Ich frage mich wirklich, wie das vor ca. 2 Wochen, als noch Schule war, funktioniert hat. Denn da musste ich ja noch um einiges früher raus...
Heute musste mein gesamter Mathe-Kurs einzeln mit unserer Lehrerin telefonieren, damit sie uns eine Rückmeldung zum Arbeitsauftrag, den wir ihr vorher per Mail schicken mussten, geben konnte. Das war schon irgendwie merkwürdig, aber ich schätze daran müssen wir uns wohl vorerst gewöhnen.
An sich finde ich es eigentlich ganz gut, selbstständig von zu Hause aus zu lernen. Wenn die Lehrer einen doch bloß nicht alle auf einmal mit einem riesen Berg an Aufträgen überhäufen würden...!
Da hilft nur, sich seine Arbeit möglichst sinnvoll einzuteilen und gut durchzuplanen, wann man welche Aufträge erledigt.

Morgen bin ich dann hoffentlich produktiver als heute ; wobei das glaube ich nicht so schwer wird. Naja, ein etwas entspannterer Tag muss auch mal sein!

In diesem Sinne,
gute Nacht und bleibt gesund!

Aus Ausnahmezustand wird Alltag

Seit 1,5 Wochen sitzen wir daheim. Ein gewisser Alltag schleicht sich ein. Wir werden alle ein wenig Krisenprofis. Zoom-Konferenzen sind für immer weniger Menschen ein Fremdwort, sondern sie finden statt. Menschen wollen sich begegnen. Es gibt Ideen und Pläne, was man tun will.

Und es gibt Hänger und Stunden, in denen wenig gelingt, in denen die Zeit durch die Hände rinnt.

Heute Morgen war ich beim Blut spenden. Das erste Mal seit 2006. Es hatte einen Aufruf gegeben. Dem folgen viele Menschen. Es war rappelvoll vorgestern. Da bin ich unverrichteter Dinge umgekehrt. Heute hieß es, Mundschutz ist Pflicht. Das ist ausgesprochen befremdlich. Aber es muss wohl sein.

Heute habe ich mit einigen Jugendlichen geschrieben. Einfach so ein paar Nachrichten. Das tut gut. Diese Lebenszeichen bringen Farbe und Freude in die kontaktarmen Tage.

Dienstag, 24. März 2020

mein erster Geschichtenfilm bei Youtube :-)

Dienstag - normalerweise ist das der Tag, an dem ich am meisten unterwegs bin und von Gruppe zu Gruppe rase. Beginnen tue ich dabei seit einigen Monaten im Kindergarten Wolkennest in Engelstadt. Es ist immer ganz still, wenn ich in den Raum reinkomme und wenn ich dann drin stehe, dann schreien alle Kinder los. Sie sind voll begeistert dabei, zu singen und wollen immer eine Geschichte hören. Früher hatte ich immer etwas Angst davor, Geschichten zu erzählen, aber seit ich regelmäßig in den Kindergarten gehe, wird das immer weniger. Nun in der Isolation versuche ich, für die verschiedenen Gruppen immer irgendetwas anzubieten, so auch für die Kindergartenkinder. Daran möchte ich Euch heute einmal teilhaben lassen.

Kindergarten-Geschichte-Link

Ansonsten habe ich heute ausprobiert, Mundschutze zu nähen, weil diese ja anscheinend eine Mangelware sind. Ich würde gerne einen Beitrag leisten dazu, irgendwo welche abzugeben. Meine ersten etwas holprigen Exemplare sind erst einmal für meine nächsten Angehörigen...
Außerdem wollte ich dem Aufruf nachkommen, Blut spenden zu gehen. Aber in der Transfusionszentrale war es einfach nur voll und die Wartezeit wurde auf mehr als eine Stunde geschätzt. Da bin ich wieder gegangen, zumal ich Johannes dabei hatte.

Erstmals haben Marcel und ich uns mit den Konfirmand*innen aus Engelstadt, Bubenheim, Schwabenheim und Groß-Winternheim getroffen. Auch Pfarrer Hartmut Lotz war dabei. Es ist immer wieder gut, seine gewohnten Gruppen einmal halbwegs richtig zu sehen.

Jeden Tag muss man sich ein bisschen Sinn erarbeiten. Für mich fühlt sich das so an. Ich hoffe, auch Euer Dienstag war gut.  

Montag, 23. März 2020

2. Woche im Homeoffice

Gerade habe ich bei einem Mitautor oder Mitautorin die Frage gelesen, wie wir mit diesem Umstand umgehen im Homeoffice arbeiten zu müssen. Ich finde es insgesamt sehr schwierig zu arbeiten, weil ich ja mit Menschen arbeite und wenn ich diesen zu ihrem eigenen Schutz fern bleiben muss, dann kann ich am Ende des Tages lediglich auf wenig "Geleistetes" zurückblicken.

Eine Tätigkeit darf ich ausüben. Ich darf, kann und soll weiterhin Gottesdienste im Altersheim durchführen. Glücklicherweise verfügt die Einrichtung über die Möglichkeit den Gottesdienst über Lautsprecher in jedes Zimmer zu übertragen. Es wird also eine One-woman-show, will heißen alleine in der Kapelle. Das wird spannend!

Ich freue mich natürlich darüber auch wenn ich ohne Organist und wie es grade aussieht ohne meine Gesangbuchbegleit-CDs ergo ohne musikalische Begleitung den Gottesdienst leiten werde. Meine CDs befinden sich in meinem Büro und das darf ich nicht aufsuchen, wegen der Sicherheitsbestimmungen des Hauses. Das schränkt mich in der Auswahl der Lieder ein, weil ich nicht alle Lieder a capella singen kann. Aber ich mag gar nicht jammern, sondern ich werde mein Bestes aus mir herausholen, dass es trotz aller Widrigkeiten ein schöner Gottesdienst wird.

So hoffe ich, dass ich heute noch in Intranet komme, das hat den ganzen Tag noch nicht funktioniert. Naja es ist eben grade so wie es ist. Deswegen habe ich mich für morgen bei meiner Arbeitsstelle angemeldet. Mein Passierschein kam ja bereits vergangenen Freitag. Es wird also alles klappen mit der nötigen Geduld.

Was mich freut ist die Tatsache, dass uns die Ausgangssperre erspart geblieben ist und die Maßnahmen anscheinend greifen. Es berührt mich, wenn ich von Geschichten lese oder höre, wie sich Solidarität breit macht. So meldeten sich weit mehr freiwillige Helfer bei einem Bauern aus dem anderen Stadtteil, der einen verzweifelten Hilferuf in Facebook platziert hatte.

Das ist mein Blitzlicht für heute. Gehabt euch wohl, bleibt behütet und vor allem bleibt gesund. Eure bjmonitas

Montag - die zweite Woche beginnt

Wie geht ihr sie an, die zweite Woche im Homeoffice? Wieder stellt sich die Frage: was kann man Sinnvolles tun, wie kann man Sinn stiften und Hoffnung wecken?

Ich verfolge natürlich auch, was Andere tun und bin beeindruckt, wie flexibel manche sind. So hat beispeilsweise die Philippusgemeinde in Mainz-Bretzenheim die ganze Homepage umgestaltet, im Sinne der Krise, die jetzt ist. Alle Überschriften sind dahingehend verändert, dass da nicht einfach "Gottesdienst" steht, sondern "Beten hilft". Das ist eine andere Perspektive. Es aktiviert, es gibt einem das Gefühl, nicht untätig zusehen zu müssen.

Heute Morgen ist Rolf einkaufen gegangen in der Hoffnung, dass morgens um 8 Uhr noch nicht so viel los wäre. Nach einer ganzen Weile kam er zurück und war sichtlich mitgenommen von dem, was sich da zugetragen hatte. Viele Menschen, leere Regale, im Geschäft zu wenig Abstand - für die Beschäftigten in den Supermärkten eine unzumutbare Situation. Niemand hat mit einander geredet, stattdessen besessenes Einkaufen.

Gestern Abend in den Nachrichten wurde von Venezuela berichtet. Dort erhält ein Rentner 3 Euro zum Leben im Monat. Es gibt häufig kein fließendes Wasser und überhaupt keine grundständig ausgestatteten Krankenhäuser. Bilder von Bettgestellen ohne Matratzen, von Toiletten ohne Toilettensitz waren zu sehen und lassen einen erschrocken zurück. Wir sind hier doch sehr gut versorgt. Die Politiker geben sich unglaublich viel Mühe, allen Erfordernissen gerecht zu werden und Lösungen zu finden, um uns, die Menschen, zu schützen. Ich bin so dankbar, dass wir seriöse Politiker*innen haben. In so einem Krisenmoment zeigt es sich so sehr, wieviel das wert ist.

Diese Woche werden wieder verschiedene Videotreffen stattfinden. Wie habt ihr die Woche geplant? Was werdet ihr versuchen umzusetzen?

Sonntag, 22. März 2020


Wochenende - was soll man machen, wenn man so viel drin sitzen muss? Ermutigt von Tonis Beispiel und von den Versuchen mit den Jugendlichen in der vergangenen Woche, habe ich unsere Eltern und meinen Bruder eingeladen zu einem Videotelefonat. Viel Zeit ging drauf mit dem Hin und Her der Technik, aber am Ende und dank Fernwartung durch Marian in Thüringen konnten wir uns alle sehen und hören
Heute haben wir Dixit gespielt. Das ist ein Spiel, das wir immer mal im Jugendtreff spielen. Es macht Freude, weil es Karten darin gibt, die sehr ästhetisch gestaltet sind und dem Spiel eine poetische Atmosphäre geben. Johannes geht auf die acht zu (im Juni wird er 8), da haben wir es versucht und was mussten wir feststellen? Er hat es schnell verstanden und hat gewonnen.
So ist der Samstag recht schnell vergangen und auch der Sonntag läuft vorbei. Ein Kind im Haus bringt Unterhaltung und Beschäftigung mit sich. Da bleibt nicht so viel Zeit zum Grübeln und zum Kommunizieren und Schreiben, wie in der Zeit, in der er unterwegs war.
Heute gibt es die Nachricht vom Robert-Koch-Institut, dass es keine rasant ansteigende Fallzahl gibt. Was für eine gute Nachricht! Unser Zuhausesitzen hat einen Sinn. Das Runterfahren der Gesellschaft hat einen Sinn. Gott sei Dank!
Sonntag, 22.03.2020

Tag 7 in dem Corona - Fasten

Hier der Link zu meinen Sonntagsgedanken.

https://www.facebook.com/hartmut.lotz.9/videos/685475455525792/

Bleibt zu Hause, bleibt gesund und behütet!
Sonntag - ohne gemeinsamen Gottesdienst


Ich bin eine zuverlässige Gottesdienstgängerin und hätte nie gedacht, was mir alles fehlen wird, dass auf unbestimtme Zeit keine leibhaftigen Zusammenkünfte erlaubt sind... Klar genieße ich es gerade, dass vorhin nicht der Wecker geklingelt hat - aber als die Kirchenglocken geläutet haben und ich an der Kirche vorbeigejoggt bin habe ich es vermisste hineinzugehen... Die ersten Worte mit Gemeindegliedern zu wechseln, gemeinsam zu singen, zusammen zu beten und unseren Glaubene zu kennen. Wie gut es tut, dass so viele auf die Idee kommen elektronisch miteinander verbunden zu sein - auf den unterschiedlichsten Kanälen - so wie hier!
Ich überlasse das als Pfarrerin im Welzbachtal mal eher denen, die das eh viel besser können als ich! Da mach' ich lieber auf eure Medien aufmerksam!

Mit geht seit gestern Abend das Lied aus dem neuen lilanen Gesangbuch durch den Kopf:

Und ein neuer Morgen (Herr, du bist die Hoffnung)


1) Herr, du bist die Hoffnung, wo Leben verdorrt,
auf steinigem Grund wachse in mir,
sei keimender Same, sei sicherer Ort,
treib Knospen und blühe in mir.
Und ein neuer Morgen bricht auf dieser Erde
an in einem neuen Tag, blühe in mir.

Gott hat uns diese Aufgabe mitten in die Passionszeit gegeben - auch ich und du sind seine liebevoll gehegten Pflänzchen, lasst uns gemeinsam neugierig schauen, was die vor uns liegenden Wochen an Knospen und Farbenreichtum unter diesen besonderne Umständen hervorbringen werden!
Der positive Blick auf die vor uns liegende Zeit.
Ich weiß, dass es auch ganz schöne viele gibt, die sich gerade krass Gedanken um ihre berufliche zukunft und so machen - klar, keiner kann abschätzen, wie lange dieser Zustand andauern wird - ich hoffe und bete, für alle Betroffenen, dass wir das alle gut überstehen!

Ich hoffe und bete!

Samstag, 21. März 2020

Einkaufen

Heute war ich zum ersten Mal seit Beginn dieser Krisen-Zeit mit meiner Mutter einkaufen und ich muss zugeben: ein wenig geschockt war ich schon.
Vor dem Geschäft standen die Kunden schlange (natürlich mit 1,5m Abstand). Erst wenn ein Kunde den Laden verlassen hatte, durfte ein Neuer das Gebäude betreten.
Von innen sah die Lage nicht besser aus:
Menschen mit Mundschutz, Abstandsmarkierungen auf dem Boden vor der Fleischtheke und vor allem völlig leergefegte Regale. Von Toilettenpapier und Mehl fehlte jede Spur. Und auch mit der Seife sah es eher schlecht aus.
Das diese 3 Waren gerne gehamstert werden war mir ja bewusst, aber auch die Brotabteilung hat schon bessere Zeiten erlebt. Aufbackbrötchen? - Fehlanzeige!
Auch wenn wir das Geschäft letztendlich ohne Toilettenpapier und Mehl verlassen mussten (wir hamstern nicht, es wird daheim nur langsam echt knapp), ist zumindest der Wocheneinkauf erledigt und die nächsten Tage kann gekocht werden.
Wenn man mal so darüber nachdenkt, ist es eigentlich echt verrückt...
Wir haben eine so große Auswahl an Waren und beschweren uns, sobald mal ein kleiner Teil davon wegfällt, anstatt dankbar dafür zu sein, dass uns hier in Deutschland eine so große Vielfalt (z.B. an Lebensmitteln) zur Verfügung steht.
Dennoch mein Appell an alle:
Auch wenn ihr Angst habt ;  hört mit den Hamsterkäufen auf. Wenn jeder nur so viel wie wirklich nötig kauft, gibt es auch genug für alle!

21.03.2020

Gestern habe ich davon geschrieben, dass es wichtig ist eine Struktur zu haben und sich Ziele zu setzen und dass sie jetzt im Moment wichtiger denn je sind.

Eine Struktur zu finden, die mich aus der Krise stärker hervorgehen lässt, als zuvor, ist mein Ziel und Ansporn. Eine meiner schwächeren Seiten ist, den Haushalt auf der Höhe zu halten....ich finde Putzen so unheimlich öde....naja.

Jetzt da ich viel Zeit habe, habe ich mir vorgenommen ungeliebte Hausarbeiten in meinen Tagesablauf einzubauen, indem ich eine Aufgabe abarbeite und zwar nur diese eine und diese dafür gründlich.

Natürlich bestehen andere Routinen immer noch wie beispielsweise: Mein Bett lüften bei geöffnetem Fenster und danach aufschütteln und wieder herrichten, sowie kochen, Wäsche waschen, Wäsche zusammen legen, saugen.

Ein ganz wichtiger Bestandteil meiner Morgenrituale ist mein heiß geliebter Milchkaffee. Seit Weihnachten habe ich einen Milchschäumer, der es mir erlaubt Gesichter zu zaubern. Das macht mir soviel Freude den Kaffee zuzubereiten, ich feiere es geradezu. Zunächst kommt gute Milch (Frischmilch 3,8% nur pasteurisiert und nicht homogenisiert) in den Milchschäumer. Taste drücken und die Maschine läuft. Dann nehme ich meine Schale reibe etwas Kardamom hinein (Der Duft von frisch geriebenen Kardamomsamen ist einfach unbeschreiblich) und etwas Zimt. Sobald die Milch fertig ist, gieße ich sie in die Schale. Davor habe ich frisch gemahlene Espressobohnen in die Vorrichtung meiner Espressomaschine gegeben. Die mit Milch befüllte Schale stelle ich auf die Vorrichtung der Espressomaschine und sobald beide Birnchen rot leuchten kann ich den Knopf drehen und der Kaffee kommt.....
Jeden Tag schaut mich ein anderes Gesicht an und es zaubert mir jedes Mal ein Lächeln ins Gesicht. Ich weiß, dass das etwas spleenig ist, aber ja mei.....es sei erlaubt seine kleinen Spinnereien auszuleben.

Wenn ich also meinen Kaffee genossen, mich über die Welt da draußen informiert habe und ich die ersten Maschen gestrickt oder das erste Stückchen Faden gesponnen habe, darf nun eine ungeliebte Tätigkeit dran glauben.

Heute war es bei mir der Kühlschrank inkl. Tiefkühlfach. Gerade das Tiefkühlfach hatte es nötig und als es geschafft war, habe ich mich total gefreut. Mich mit positiven Erlebnissen zu versorgen, hält meine Moral hoch und das brauche ich. Ich werde gebraucht, da ich Verantwortung für meine Familie zu tragen habe und auch im Job bestehen muss.

Sich über Kleinigkeiten freuen kann man üben....ich bin da nun mittendrin und stetig dabei. Und ab und zu gibt es Nachrichten via Telegram oder WhatsApp, die einen erfreuen lassen. Mir hat eine liebe Freundin einen Link geschickt: Hallelujah (Corona Version) diese Version möchte ich euch nicht vorenthalten. Wir singen zwar in der Passionszeit kein Hallelujah, aber es sind besondere Zeiten und diese erfordern manchmal Veränderungen und diese Hallelujahversion ist sooo schön gesungen und absolut up-to-date. Ich hoffe ihr habt genauso viel Freude am Hören wie ich. Es würde mich interessieren was ihr davon haltet?!

In diesem Sinne gehabt euch wohl, seid behütet und bleibt gesund! eure bjmonitas



Freitag, 20. März 2020

Ein neuer Morgen und zwei Einträge sind hier neu hinein gekommen. Das freut mich. Es ist ein richtiges Hoffnungszeichen.

Von den anderen Autorinnen lerne ich, dass ich selbst mal was zu mir sagen sollte. Ich heiße Margarete, bin 34 Jahre alt, wohne in Mainz und bin in Rheinhessen Gemeindepädagogin. In meinem Fall bedeutet das die kirchliche Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in fünf Gemeinden. Zu den Jugendlichen dort gehört seit Anfang meines Tuns Toni, die hier auch schon geschrieben hat.

Heute ist Samstag. Das erste Wochenende im Krisenmodus. Draußen singen die Vögel, aber es ist grau und regnet. Das wird es vielleicht etwas leichter möglich machen, dass die Leute zu Hause bleiben.

Gestern haben wir einen ersten Versuch unternommen, uns mit dem Jugendtreff zu treffen, der normalerweise mit bis zu 15 Leuten zusammenkommt. Leider kamen nur zwei Jungs in unseren Chat hinein. Marcel, Toni und ich haben uns dann so ein bisschen ausgetauscht.

So gilt es weiter, Wege zu finden, um verbunden zu bleiben und nicht nachzulassen. Dazu ein Vers aus Paul Gerhardt Lied: Befiehl du deine Wege.

Befiehl du deine Wege
und was dein Herze lenkt
der allertreusten Pflege
des, der den Himmel lenkt.
Der Wolken, Luft und Winden
gibt Wege, Lauf und Bahn,
der wird auch Wege finden,
da dein Fuß gehen kann.

Mein Tag in Zeiten von Corona 20.3.2020

Ab heute bin ich mit on Board im Blogvorhaben: Verbunden trotz Isolation. Margarete, die den Stein ins Rollen gebracht hat, kenne ich seit dem berufsbegleitenden Studium zur Gemeindepädagogin. Danach blieben wir sehr locker über WhatsApp verbunden, weil wir in ganz unterschiedlichen Kontexten kirchlich unterwegs sind. Ich arbeite in der Altenheimseelsorge und die Aufgaben gestalten sich allein durch das Klientel schon anders als in einer Gemeinde mit altersgemischten Gruppen. Soviel zunächst einmal zu meinem beruflichen Hintergrund. Was gibt es sonst zu mir zu sagen: Ich bin 51 Jahre alt habe eine Tochter, die nächstes Jahr ihr Abitur schreiben soll.....ob das so kommt in Coronazeiten ….bleibt abzuwarten jedoch aber ganz dolle zu hoffen. Zwei Katzen komplettieren unseren Haushalt. Meine Hobbies sind Handarbeiten, Westcoastswing (das ist ein Tanzstil), Floristik, singen und mich im WWW rumtreiben, Kino, lesen, kochen.

Wie schon erwähnt halten Margarete und ich lockeren Kontakt über WhatsApp. Als die Coronakrise uns auch eingeholt hat, fragten wir uns was können wir machen, das sichtbar bleibt, wie oder was uns verbindet während wir uns in Isolation befinden. Margarete hatte die Idee einen Blog zu starten, um unsere Gedanken, Ideen, Ängste etc  mit anderen zu teilen. Gerne wirke ich hier mit und berichte aus meinem kleinen Kosmos.

Was hat mich heute so beschäftigt und umgetrieben? Die Ansage, dass es möglicherweise doch zu Ausgangssperren kommen wird, beunruhigt mich, weil ich befürchte, dass ganz viele Menschen nicht mit zu viel Nähe, mit dem Eingesperrt sein, zurecht kommen werden. Es gibt, soweit ich weiß, kaum Studien darüber wie man dies übersteht bzw. überstehen kann. Dieses unseren Unterfangen ist sozusagen einmalig und noch nie da gewesen.

Mir fiel dann in dem Zusammenhang Nelson Mandela ein, der seine besten Lebensjahre in Isolationshaft verbracht hat und doch man mag es kaum glauben unbeschadet diese Zeit überlebt hat. Das ging mir den ganzen Tag durch den Kopf. Wie hat er das geschafft??? Bislang habe ich seine Biografie nicht gelesen das werde ich jetzt, da ich Zeit en Masse habe, nachholen. Ich bin sicher, dass sich dort einige Antworten finden lassen.

Mich hat auch heute der NDR podcast zur Coronakrise mit Prof. Dr. Christian Drosten begleitet und beruhigt. Auch wenn ich nicht immer alles verstehe, wenn Herr Drosten zu sehr ins Detail geht, mag ich die Art wie er verschiedenes grade rückt und erklärt. Für mich ist es wichtig von einem sachlichen, unaufgeregten Experten informiert zu werden. Das gibt mir eine gewisse Orientierung in diesem ganzen Chaos.

Des weiteren schaue ich meine Handarbeitsvideopodcasts an auch in denen dreht es sich um Corona, nicht ausschließlich, aber eben auch. Heute habe ich von einer Youtuberin aus Österreich erfahren was ihre Großtante mit 92 Jahren macht und wie sie mit der Krise umgeht. Sie meinte ganz lakonisch....es fallen doch keine Bomben....insofern können wir Ruhe bewahren und so schlimm wird es nicht werden. Irgendwie verrückterweise hat sie recht. Außerdem halte sie Disziplin mache jeden Morgen ihre Übungen und pflege jeden Tag 3 Gärten ihren eigenen und die ihrer zwei Nachbarn. Mit Lebensmitteln würde sie von den Nachbarn versorgt, damit sie sich nicht unnötig einem Risiko aussetzen müsse.

Es ist klar man braucht Struktur, einen Plan oder ein Ziel in diesen Zeiten. Beschäftigung mit schönen Dingen und körperliche Betätigung. Das hilft dabei Ruhe zu bewahren und nicht durchzudrehen. Ich werde also versuchen, die körperliche Betätigung besser in meinen Alltag zu integrieren. Wie und ob mir das gelingt, davon morgen mehr.

Mit diesem Blumengruß
verabschiede ich mich für heute....gehabt euch wohl und seid behütet u vor allem bleibt gesund eure Bianka

"Home Office" -> Schule

So, ab heute gehöre auch ich zu den Bloggern des Blogs "Verbunden trotz Isolation".
Vielleicht stelle ich mich kurz vor:
Ich bin Toni, 17 Jahre alt und Schülerin ; wobei die Schule ja momentan über "Home Office" laufen muss. Die Lehrer senden uns Arbeitsaufträge, die wir dann eigenständig und meist bis zu einem vorgegebenen Zeitpunkt bearbeiten müssen. Das hat alles so seine Vor- und Nachteile.
Da zu Hause natürlich eine ganz andere Atmospäre herrscht als in der Schule, muss man sich teilweise ertsmal dazu motivieren, konzentriert seine Schulaufgaben zu erledigen. Außerdem kann man nicht mal eben schnell den Lehrer um Hilfe bitten, wenn man etwas nicht versteht.
Allerdings empfinde ich es persönlich als einen großen Vorteil, dass man sich selbst einteilen kann, wann man welche Schulaufgaben macht bzw. wann man generell etwas für die Schule macht und wann man sich lieber andersweitig beschäftigt. So kann man sich gut mit Freunden per Video-Chat verabreden und online z.B. gemeinsam Hausaufgaben machen oder auch einfach nur quatschen, Stadt-Land-Fluss spielen,... und so etwas gegen das Gefühl der Einsamkeit tun.
Noch bin ich relativ motiviert, meine Schulaufgaben möglichst zeitnah zu erledigen ; ich hoffe das bleibt auch die nächsten Wochen so. Denn wie es aussieht, wird es noch eine ganze Weile dauern, bis wieder Normalität einkehrt und es für mich zurück in die Schule geht.
Der erste Tag mit Kind im Haus

Mein Sohn war die erste Woche, all die Zeit, die seit den Schulschließungen vergangen ist, und die einem von heute aus wie eine andere Welt vorkommt, bei seinem Vater. Nun hole ich ihn ab und sofort ist wieder das geballte Leben im Haus. 

Im Rahmen meines Studiums zur Master-Religionspädagogin (Religionslehrerin) hatte ich heute Morgen einen Unterrichtsbesuch. Normalerweise kommt da der Studienleiter Herr Kristen in den Unterricht und nach der Stunde wird besprochen, was gelungen war und wo es nachzubessern gilt. Nun gibt es derzeit ja weder Schule noch Unterricht noch Schüler, also haben wir telefoniert und den Entwurf besprochen.So muss der Termin weder ausfallen noch ins Ungewisse verschoben werden. Eine gute Sache.

Heute Morgen habe ich mich vor dem Telefonat noch schnell aufgerafft, ein weiteres Mal joggen zu gehen. Noch geht es. Ich hoffe so sehr, dass das bleibt, auch wenn ich gleichermaßen einsehe, dass eine Ausgangssperre absolut notwendig ist, wenn sich immernoch Menschen in Gruppen treffen...

Wer gestern Abend die Tagesschau gesehen hat und die sich daran anschließende Sendung, die täglich über die neuesten Entwicklungen spricht, der hat eine neue Stufe der Bedrohung sehen müssen. Mir zumindest macht es Angst, die Bilder und Nachrichten aus Italien zu sehen und zu hören. Ich merke, wie ich mich viel öfter melde bei Menschen, die zu meinem Alltag gehören und froh bin, wenn ich von ihnen höre. Um jede Nachricht, jede Begegnung bin ich froh und dankbar.

Ihr bleibt eingeladen, mitzuschreiben. Schreibt mir Eure Emailadresse per Whatsapp oder Sms an 015780469417 oder an margarete.ruppert@yahoo.de

Donnerstag, 19. März 2020

Zusammen in einer ungewissen Zeit

Mit diesem Blog möchte ich alle, die Lust haben, dazu einladen, ihre Gedanken, ihre Erlebnisse, ihre Gefühle in diesen Tagen, zu teilen, um mit einander verbunden zu sein und zu bleiben trotz der Isolation, die wir uns auferlegen, um uns gegenseitig zu schützen.

Ich bin in der Bloggerwelt Anfängerin. Ich taste mich vorsichtig voran, probiere aus und belege Webinare (Seminare im Web), um etwas mehr zu verstehen von den digitalen Möglichkeiten der Kommunikation.

Mit Jugendlichen habe ich Zoom ausprobiert und wir werden uns auch heute wieder damit treffen. Zum Einen, um verbunden zu bleiben, zum Anderen, um zu überlegen, wie wir unsere Gruppen erhalten können, wie wir Angebote schaffen können, die interessant sind und vor allem, um zu ermutigen und zu verankern, wo alles ungewiss ist. 

Dies hier soll eine Plattform sein für Menschen, die ebenfalls nach Verbundenheit suchen.Ich möchte Euch einladen, mit zu schreiben. Meldet Euch bei mir und ich werde versuchen, Euch als Mitautor*in anzulegen. Eine Voraussetzung ist wohl eine Google-Mailadresse. Es tut gut, sich auszutauschen und Rituale in den Tag zu bringen. Ein solches Ritual kann sein, zu schreiben.