Mittwoch, 22. April 2020

Ende der Ferien

So, die Osterferien sind nun vorbei und eigentlich sollte heute die Schule wieder losgehen.
Wie zu erwarten war das aber nicht der Fall. Stattdessen gab es wieder jede Menge Arbeitsaufträge.
Dumm nur, wenn das Postfach so voll ist, dass man komplett den Überblick verliert. Also hieß es für mich heute erstmal: Emails sortieren!
Morgen steht dann gleich 3 Mal Video-Unterricht an: Deutsch, Mathe und Latein. Also Begeisterung sieht definitiv anders aus... Naja, meckern bringt nix!
Am 04. Mai soll es dann für mich wieder in die Schule gehen; ich bin mal gespannt wie das wird. Heute gab es schonmal den neuen Kursarbeitenplan und ich bin positiv überrascht: Die zweiten Arbeiten in den Leistungskursen entfallen komplett. Und auch mit den Grundkursen wird es, denke ich, nicht stressiger als es sonst auch wäre. Also immerhin ein kleiner Lichtblick!

Mittwoch, 15. April 2020

Tag der Entscheidung

Der Mittwoch der Entscheidung. Heute ist er. Nun wissen wir, wie es weiter geht, nämlich, dass es nicht normal wird. Der Corona-Alltag geht weiter. Weder Grundschüler gehen wieder zur Schule noch Sechst- oder Neuntklässler.

Trotz Ferien finden Zoom-Konferenzen statt. Die Konfirmanden wollten sich treffen. Da hüpft natürlich das Herz der Gemeindepädagogin. Auch der Jugendtreff kam zusammen in den Ferien. Das gibt es normalerweise nicht, aber normalerweise hätten heute auch die Kreativen Tage begonnen, das Ferienprojekt. Daran ist nicht zu denken. Leider ist mir dazu auch keine kluge Idee gekommen, wie ich einen ermutigenden Gruß gestalten könnte für jene, die da dabei gewesen wären, als Teilnehmer oder Teamer.

Trotzdem... Die Jugendarbeit steht nicht still. Im Gegenteil. Es gibt Jugendliche, die Lust haben, sich zu treffen und alle Experimente mit probieren. Darüber bin ich froh. Da mache ich weiter. Gute Nacht.

Mittwoch, 8. April 2020

Ferienbeginn und Ostervorfreude

Mittwoch - heute oder spätestens morgen beginnen für die Schülerinnen und Schüler die Osterferien. Dieses Jahr ist es anders. Und doch ist es spürbar. Die Arbeitsaufträge lassen nach. Es gibt keine neuen mehr. Aber es gibt auch keine normalen Ferienaktivitäten, so wurde heute von den Jugendlichen gesagt. Treffen mit Freunden, Ostern bei Oma und Opa, Fußball spielen oder im Stadion dabei sein, das ist alles in weite Ferne gerückt. Manchmal tut das weh. Manchmal gibt es zauberhaft schöne Momente. Mit manchen Menschen erlebe ich eine innige Verbundenheit in diesen Tagen, von der ich nicht sicher sagen könnte, ob es die auch gäbe ohne diese besondere Zeit. Ein gutes Wort wiegt schwerer als sonst. Begegnungen schätze ich mehr. Selbst die mit den Nachbarn.
Nun kommt bald Ostern. Wie wird es werden? Ich werde wieder einen Kuchen backen, wie schon letzten Sonntag, denn das vermittelt Wärme und Heimeligkeit und was Besonderes. Die Osternacht wird mir fehlen, wenn ich noch im Dunkeln losgefahren bin nach Bubenheim oder Engelstadt, um dort in den Morgen zu gehen und mit Pultlampe die alten Texte zu lesen, abwechselnd mit dem Pfarrer. Ja, etwas fehlt und Anderes ist da und ich bin dankbar, sehr dankbar, wie gut es uns geht. Das wünsche ich Euch und Ihnen gleichermaßen zur Wochenmitte in der Karwoche.

Samstag, 4. April 2020

"Hope for it"


I will still hope for it
I will still hope for it
No matter what comes, fire or flood
I will hold on, you are still good
And I will still hope for it

You're with me in the fight, with me in the war
You're the one who lifts me when my knees hit the floor
You're with me in the light, with me in the dark
And when I can't see I know you're with me in my heart“


Mit diesem Lied möchte ich mich heute Abend an euch wenden...
Im Lied „Hope For It“ (von der Band "Cimorelli") geht es darum, dass man, egal wie aussichtslos eine Situation erscheint, die Hoffnung nicht aufgeben soll und dass Gott, auch wenn man ihn nicht sehen kann, immer bei einem ist und auch die schweren Zeiten mit einem gemeinsam durchsteht.
Das Lied lässt einen relativ großen Interpretationsspielraum, weshalb ich finde, dass man es auch sehr gut auf die momentane Situation beziehen kann.
Wir sind nicht alleine! Und wir dürfen die Hoffnung nicht aufgeben!
Auch wenn es am Ende vielleicht nicht mehr so wird wie vorher; anders heißt nicht gleich schlecht!
Ja, die Situation ist schwierig und es ist nicht absehbar, wann sich inwiefern etwas ändert. Aber wir dürfen den Kopf nicht in den Sand stecken. Stattdessen müssen wir das Beste daraus machen, nach vorne blicken und Hoffnung bewahren.

Freitag, 3. April 2020

Freitag - zurückblicken auf die Woche. Wofür bin ich dankbar? Das haben wir diese Woche die Konfirmanden gefragt und sie haben Memes (Bilder mit Text) dazu erstellt. "Ich bin dankbar, dass meine Großeltern gesund sind" war da zu lesen oder "Ich bin froh, dass es Menschen gibt, die kranken Menschen helfen". Ich finde es toll, wie unerschrocken Jugendliche herangehen an diese Zeit. Klar, die Last der schulischen Arbeitsaufträgen drückt und doch lassen sie sich nicht unterkriegen.

Diese Woche war die ganze Zeit Kind plus Home office bei uns und es hat uns manchmal an den Rande des Wahnsinns gebracht. Es gab aber auch wunderschöne Momente, die es sonst nicht gäbe. Das gemeinsame Erfinden von Sportunterricht, mal als Fußballtraining, mal als Inlineskaten, mal mit dem Roller neben der joggenden Mama. Immer mal wieder liegen die Nerven blank und immer wieder rappelt man sich zusammen und macht weiter.

Und dann die Nachrichten. Jeden Tag sehen wir sie uns an. Ich bin nicht sicher, ob das gut ist. Aber irgendwie muss man wissen, was Sache ist.

Wofür ich dankbar bin? Dass ich mit Mann und Sohn und Katze leben darf. Das ist ein riesiges Geschenk, dass es Frühling ist und man draußen immer wieder neue Kraft tanken kann, dass es Telefonate und Gespräche gibt, die einmalig sind und durch das entstehen, was gerade ist. Es gibt viel, wofür ich dankbar bin. Ich denke an die, denen es schwer fällt und die es nicht gut aushalten können, sei es aus Einsamkeit, finanzieller oder anderer Not.

Ein gesegnetes Wochenende uns allen