Verbunden trotz Isolation
Durch eine ungewisse Zeit geht es sich leichter zusammen als alleine - Gemeinschaft und Verbundenheit in Zeiten der Krise
Samstag, 9. Mai 2020
Immer anders
Ich weiß längst nicht mehr, der wievielte Tag der Coronazeit es ist. Es ist Samstag. Wir konnten heute nicht wandern gehen. Es war zu viel zu tun. Wenn ich an etwas nicht leide, dann an Langeweile. Gut, ich gebe es zu, daran liegt auch, dass ich Dinge in den Tag einbaue, die da sonst nicht sind, z. B. Sport, denn Sport macht mich glücklich. Nicht unbedingt immer in dem Moment 😅 aber danach umso mehr. Aber es sind auch all die Videokonferenzen, die man mittlerweile so hat und die Videos, die termingenau fertig werden müssen und die Arbeitsaufträge für die Schule. Ich wünschte, die Schüler*innen würden merken, wieviel ich überlege, ob die Aufgabe ein bisschen Spaß macht zum Bearbeiten. Das sollten sie. Für mich naht die Lehrprobe, die Prüfung zur Lehrerin, und mir wird mulmig. Zumal es unklar ist, wie genau es sein wird. In der Schule, mit Schülern, oder doch nicht? Aus all diesen Gründen habe ich das Bloggen ziemlich schleifen lassen. Es tut mir leid. Und auch wieder nicht, denn irgendwo muss man Abstriche machen. Umso mehr freue ich mich über neue Einträge, die durch Toni dennoch hier hinein gefunden haben und uns mitnehmen in die Welt der Schüler. Ich wünsche Euch allen Zuversicht und Hoffnung. Bleibt behütet. 🌼
Montag, 4. Mai 2020
1. Schultag
Heute ging es für mich zum ersten Mal seit 8 Wochen wieder in die Schule. Natürlich nur unter besonderen Auflagen. Da sich maximal 15 Personen in einem Klassenraum aufhalten dürfen, wurden die Jahrgänge in der Hälfte geteilt, sodass für uns Schüler immer abwechselnd eine Woche Schule und eine Woche Homeschooling stattfindet.
Der Schulhof ist in Abschnitte eingeteilt, die den einzelnen Jahrgangsstufen zugewiesen sind; ähnlich ist es mit den Schulgebäuden.
Auf dem Schulhof sowie auf den Fluren herrscht Maskenpflicht; lediglich zum Essen oder Trinken darf diese abgenommen werden.
Außerdem wurde ein sogenanntes Einbahnstraßen-System eingeführt: Die Flure und Treppenhäuser dürfen nur in eine vorgeschriebene Richtung genutzt werden. Man muss also für jeden Raumwechsel oder den Gang zur Toilette über das eine Treppenhaus nach unten, einmal quer über den Schulhof und dann über das andere Treppenhaus wieder zum jeweils zugewiesenen Stockwerk. Ganz schön anstrengend!!!
Dazu kommen dann noch die vieeeeel zu schweren Rucksäcke. Da wir natürlich an Einzeltischen sitzen, können wir nämlich keinen Bücherplan machen und jeder muss alle Bücher mitnehmen.
Natürlich musste früher oder später die Schule wieder losgehen, aber da manche Lehrer zur Risikogruppe gehören, bekommen wir von ihnen weiterhin Aufträge zugeschickt. Die muss man dann, wenn man Nachmittags nach Hause kommt, auch noch machen. Man hat also quasi doppelt Arbeit.
Ich war jetzt gerade mal einen einzigen Tag in der Schule und habe schon keine Lust mehr.
Zum Glück bin ich nächste Woche mit Homeschooling dran; das ist mir definitiv lieber.
Mittwoch, 22. April 2020
Ende der Ferien
So, die Osterferien sind nun vorbei und eigentlich sollte heute die Schule wieder losgehen.
Wie zu erwarten war das aber nicht der Fall. Stattdessen gab es wieder jede Menge Arbeitsaufträge.
Dumm nur, wenn das Postfach so voll ist, dass man komplett den Überblick verliert. Also hieß es für mich heute erstmal: Emails sortieren!
Morgen steht dann gleich 3 Mal Video-Unterricht an: Deutsch, Mathe und Latein. Also Begeisterung sieht definitiv anders aus... Naja, meckern bringt nix!
Am 04. Mai soll es dann für mich wieder in die Schule gehen; ich bin mal gespannt wie das wird. Heute gab es schonmal den neuen Kursarbeitenplan und ich bin positiv überrascht: Die zweiten Arbeiten in den Leistungskursen entfallen komplett. Und auch mit den Grundkursen wird es, denke ich, nicht stressiger als es sonst auch wäre. Also immerhin ein kleiner Lichtblick!
Wie zu erwarten war das aber nicht der Fall. Stattdessen gab es wieder jede Menge Arbeitsaufträge.
Dumm nur, wenn das Postfach so voll ist, dass man komplett den Überblick verliert. Also hieß es für mich heute erstmal: Emails sortieren!
Morgen steht dann gleich 3 Mal Video-Unterricht an: Deutsch, Mathe und Latein. Also Begeisterung sieht definitiv anders aus... Naja, meckern bringt nix!
Am 04. Mai soll es dann für mich wieder in die Schule gehen; ich bin mal gespannt wie das wird. Heute gab es schonmal den neuen Kursarbeitenplan und ich bin positiv überrascht: Die zweiten Arbeiten in den Leistungskursen entfallen komplett. Und auch mit den Grundkursen wird es, denke ich, nicht stressiger als es sonst auch wäre. Also immerhin ein kleiner Lichtblick!
Mittwoch, 15. April 2020
Tag der Entscheidung
Der Mittwoch der Entscheidung. Heute ist er. Nun wissen wir, wie es weiter geht, nämlich, dass es nicht normal wird. Der Corona-Alltag geht weiter. Weder Grundschüler gehen wieder zur Schule noch Sechst- oder Neuntklässler.
Trotz Ferien finden Zoom-Konferenzen statt. Die Konfirmanden wollten sich treffen. Da hüpft natürlich das Herz der Gemeindepädagogin. Auch der Jugendtreff kam zusammen in den Ferien. Das gibt es normalerweise nicht, aber normalerweise hätten heute auch die Kreativen Tage begonnen, das Ferienprojekt. Daran ist nicht zu denken. Leider ist mir dazu auch keine kluge Idee gekommen, wie ich einen ermutigenden Gruß gestalten könnte für jene, die da dabei gewesen wären, als Teilnehmer oder Teamer.
Trotzdem... Die Jugendarbeit steht nicht still. Im Gegenteil. Es gibt Jugendliche, die Lust haben, sich zu treffen und alle Experimente mit probieren. Darüber bin ich froh. Da mache ich weiter. Gute Nacht.
Trotz Ferien finden Zoom-Konferenzen statt. Die Konfirmanden wollten sich treffen. Da hüpft natürlich das Herz der Gemeindepädagogin. Auch der Jugendtreff kam zusammen in den Ferien. Das gibt es normalerweise nicht, aber normalerweise hätten heute auch die Kreativen Tage begonnen, das Ferienprojekt. Daran ist nicht zu denken. Leider ist mir dazu auch keine kluge Idee gekommen, wie ich einen ermutigenden Gruß gestalten könnte für jene, die da dabei gewesen wären, als Teilnehmer oder Teamer.
Trotzdem... Die Jugendarbeit steht nicht still. Im Gegenteil. Es gibt Jugendliche, die Lust haben, sich zu treffen und alle Experimente mit probieren. Darüber bin ich froh. Da mache ich weiter. Gute Nacht.
Freitag, 10. April 2020
Mittwoch, 8. April 2020
Ferienbeginn und Ostervorfreude
Mittwoch - heute oder spätestens morgen beginnen für die Schülerinnen und Schüler die Osterferien. Dieses Jahr ist es anders. Und doch ist es spürbar. Die Arbeitsaufträge lassen nach. Es gibt keine neuen mehr. Aber es gibt auch keine normalen Ferienaktivitäten, so wurde heute von den Jugendlichen gesagt. Treffen mit Freunden, Ostern bei Oma und Opa, Fußball spielen oder im Stadion dabei sein, das ist alles in weite Ferne gerückt. Manchmal tut das weh. Manchmal gibt es zauberhaft schöne Momente. Mit manchen Menschen erlebe ich eine innige Verbundenheit in diesen Tagen, von der ich nicht sicher sagen könnte, ob es die auch gäbe ohne diese besondere Zeit. Ein gutes Wort wiegt schwerer als sonst. Begegnungen schätze ich mehr. Selbst die mit den Nachbarn.
Nun kommt bald Ostern. Wie wird es werden? Ich werde wieder einen Kuchen backen, wie schon letzten Sonntag, denn das vermittelt Wärme und Heimeligkeit und was Besonderes. Die Osternacht wird mir fehlen, wenn ich noch im Dunkeln losgefahren bin nach Bubenheim oder Engelstadt, um dort in den Morgen zu gehen und mit Pultlampe die alten Texte zu lesen, abwechselnd mit dem Pfarrer. Ja, etwas fehlt und Anderes ist da und ich bin dankbar, sehr dankbar, wie gut es uns geht. Das wünsche ich Euch und Ihnen gleichermaßen zur Wochenmitte in der Karwoche.
Nun kommt bald Ostern. Wie wird es werden? Ich werde wieder einen Kuchen backen, wie schon letzten Sonntag, denn das vermittelt Wärme und Heimeligkeit und was Besonderes. Die Osternacht wird mir fehlen, wenn ich noch im Dunkeln losgefahren bin nach Bubenheim oder Engelstadt, um dort in den Morgen zu gehen und mit Pultlampe die alten Texte zu lesen, abwechselnd mit dem Pfarrer. Ja, etwas fehlt und Anderes ist da und ich bin dankbar, sehr dankbar, wie gut es uns geht. Das wünsche ich Euch und Ihnen gleichermaßen zur Wochenmitte in der Karwoche.
Samstag, 4. April 2020
"Hope for it"
„I
will still hope for it
I will still hope for it
No matter what comes, fire or flood
I will hold on, you are still good
And I will still hope for it
I will still hope for it
No matter what comes, fire or flood
I will hold on, you are still good
And I will still hope for it
You're
with me in the fight, with me in the war
You're the one who lifts me when my knees hit the floor
You're with me in the light, with me in the dark
And when I can't see I know you're with me in my heart“
You're the one who lifts me when my knees hit the floor
You're with me in the light, with me in the dark
And when I can't see I know you're with me in my heart“
Mit diesem Lied möchte ich mich heute
Abend an euch wenden...
Im Lied „Hope For It“ (von der Band "Cimorelli") geht es
darum, dass man, egal wie aussichtslos eine Situation erscheint, die
Hoffnung nicht aufgeben soll und dass Gott, auch wenn man ihn nicht
sehen kann, immer bei einem ist und auch die schweren Zeiten mit einem gemeinsam
durchsteht.
Das Lied lässt einen relativ großen
Interpretationsspielraum, weshalb ich finde, dass man es auch sehr
gut auf die momentane Situation beziehen kann.
Wir sind nicht alleine! Und wir dürfen
die Hoffnung nicht aufgeben!
Auch wenn es am Ende vielleicht nicht
mehr so wird wie vorher; anders heißt nicht gleich schlecht!
Ja, die Situation ist schwierig und es
ist nicht absehbar, wann sich inwiefern etwas ändert. Aber wir
dürfen den Kopf nicht in den Sand stecken. Stattdessen müssen wir
das Beste daraus machen, nach vorne blicken und Hoffnung bewahren.
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